Große Bühne für junge Rheinberger RP vom 02.02.2016

Theater02Kindertheatergruppe hatte mit der Premiere von „Dich gibt es nur einmal“ im Haus der Generationen großen Erfolg.

Prickelndes Premierenfeeling im Haus der Generationen und die spannende Frage, wer alles kommt, bestimmte die Verfassung der jungen Truppe vor ihrem Auftritt. Da gab es nur eins: „Jetzt fangen wir an“, sagte die theatererfahrene Leiterin Gisela Cengiz.

Das Stück „Dich gibt es nur einmal“ hatten die Schüler seit dem Sommer geprobt, Dialoge umgeschrieben oder teilweise neu entwickelt, in jedem Fall mit viel Engagement und Herzblut bis zur Bühnenreife geprobt. Gisela Cengiz hatte zusammen mit Jantje Schäfer die Fäden bei den Proben in der Hand. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, so auch die Meinung des Publikums, das am Sonntag sehr zahlreich gekommen war. Zur Handlung: Max und Mia sitzen bei ihrer Oma. Mia erzählt vom Schultag und den Reibereien, auch mit Max. Als lebenserfahrene Frau weiß die Oma Rat und entführt die beiden in die Welt der Memox. Das sind Holzfiguren, die gegenseitige Sympathie oder Ablehnung mit Hilfe von Punkten und Sternchen bekunden. Einige haben viele Sternchen, andere nur schwarze Punkte.

Ganz anders Lille, an deren Kleid keines der Insignien haften bleibt. Sie hat sich von diesen gruppenspezifischen Utensilien freigemacht, scheint völlig unabhängig. „So etwas brauche ich nicht. Mir ist es egal, was andere denken. Ich weiß, dass ich so okay bin“, erzählt sie und verrät, warum es bei anderen nicht klappt: „Weil du es zulässt“, meint sie und entlarvt das Prinzip. „Jeder hat Talent, aber auch Schwächen. Keiner ist wie der andere. Das macht den Menschen aus.“

Selbstzweifel nicht zulassen, Respekt zeigen, Wertschätzung und Anerkennung vom Gegenüber gehören zur Botschaft der jungen Darsteller, die mit anhaltendem Applaus belohnt wurden. „Die Botschaft geht uns alle an“, sagte zum Schluss Gisela Cengiz, die die Gruppe weiter begleiten wird und auch an ein neues Stück denkt. „Mir ist bei den Proben klargeworden, wie sehr Kinder heute neben dem durchorganisierten Schulalltag und Terminen am Nachmittag das Bedürfnis nach Freiraum haben. Einfach nur mit anderen spielen, das ist ihr Wunsch.“ Angeboten wurde die Theater-AG über den CVJM.

Von Sabine Hannemann

FOTO: Armin Fischer

 

 

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